Innenministerium spannte Wissenschaftler für Rechtfertigung von Corona-Maßnahmen ein

Ein umfang­rei­cher Schrift­wech­sel, der WELT AM SONNTAG vor­liegt, zeigt: In der ers­ten Hoch­pha­se der Pan­de­mie wirk­te das Haus von Innen­mi­nis­ter Horst See­hofer auf For­scher ein. Dar­auf­hin lie­fer­ten sie Ergeb­nis­se für ein dra­ma­ti­sches „Geheim­pa­pier“ des Ministeriums.

Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um spann­te in der ers­ten Wel­le der Coro­na-Pan­de­mie im März 2020 Wis­sen­schaft­ler meh­re­rer For­schungs­in­sti­tu­te und Hoch­schu­len für poli­ti­sche Zwe­cke ein. Es beauf­trag­te die For­scher des Robert-Koch-Insti­tuts und ande­rer Ein­rich­tun­gen mit der Erstel­lung eines Rechen­mo­dells, auf des­sen Basis die Behör­de von Innen­mi­nis­ter Horst See­hofer (CSU) har­te Coro­na-Maß­nah­men recht­fer­ti­gen wollte.

Das geht aus einem mehr als 200 Sei­ten star­ken inter­nen Schrift­ver­kehr zwi­schen der Füh­rungs­ebe­ne des Innen­mi­nis­te­ri­ums und den For­schern her­vor, der WELT AM SONNTAG vor­liegt. Eine Grup­pe von Juris­ten hat den E‑Mail-Ver­kehr in einer mehr­mo­na­ti­gen recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Robert-Koch-Insti­tut erstritten.

Quel­le: https://www.welt.de/politik/deutschland/article225864597/Interner-E-Mail-Verkehr-Innenministerium-spannte-Wissenschaftler-ein.html

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