Wahrheit

Aluhut­trä­ger, Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, Schwur­b­ler, Ver­blen­de­ter, Coro­nal­eug­ner, Spin­ner, Impfgegner….

Belei­di­gun­gen sind die Argu­men­te derer, die kei­ne Argu­men­te haben.

Weil man kei­ne Argu­men­te hat, wird man sich auch kei­ner ech­ten Dis­kus­si­on stel­len (kön­nen), statt­des­sen ver­sucht man Anders­den­ken­de und ihre kri­ti­schen Posi­tio­nen durch Ver­ächt­lich­ma­chung und Dif­fa­mie­run­gen von sich fern zu halten.

Wir haben dafür Ver­ständ­nis, da das ganz nor­mal ist.

Wider­sprüch­li­che Infor­ma­tio­nen füh­ren zu sog. „kogni­ti­ven Dis­so­nan­zen“ die einen unwohl füh­len las­sen. Es ist daher eine ganz nor­ma­le „Abwehr­re­ak­ti­on“ sich bei Vor­lie­gen zwei­er sich wider­spre­chen­der „Wahr­hei­ten“ für eine zu ent­schei­den und die jeweils ande­re zu verdrängen.

Wie funk­tio­niert unse­re WAHR-nehmung?

Bekom­men unse­re Augen zwei (sehr) ver­schie­de­ne Bil­der ange­bo­ten (Spie­gel­ex­pe­ri­ment) ver­drängt unser Gehirn das „schwä­che­re“ Bild und wir sehen nur das domi­nan­te­re Bild und neh­men das als „Wahr­heit“ an.

Mit unse­ren Ohren ver­hält es sich ähn­lich; die lei­se­ren klän­ge gehen ggü. den Lau­te­ren für unse­re Wahr­neh­mung voll­stän­dig ver­lo­ren – auf die­ser Tat­sa­che basiert im Übri­gen auch (u.a.) das Daten­kom­pri­mie­rungs­ver­fah­ren „MP3“. Wir hören nur das lau­te, vordergründige.

Wie ist es mit der poli­ti­schen WAHR-neh­mung? Auch hier neh­men wir das für WAHR, was stän­dig von allen Sei­ten auf uns ein­pras­selt. Aber hat der, der am häu­figs­ten und am lau­tes­ten „schreit“ auch auto­ma­tisch recht? Und ist das, was die Mehr­heit sagt auto­ma­tisch wahr?

Mehr­heit vs. Wahrheit

Beden­ken Sie bit­te, dass die Wahr­heit NICHT per demo­kra­ti­scher Wahl gefun­den wird; Mehr­heit und Wahr­heit sind zwei Paar Schu­he. Dass die Erde eine fla­che Schei­be sei, war lan­ge Zeit Mehr­heits­mei­nung und auch die Nazis stell­ten für ein paar Jah­re die Mehr­heit in Deutsch­land. Nur zwei Bei­spie­le an denen deut­lich wird, dass Mehr­heit und Wahr­heit nicht auto­ma­tisch das Glei­che sind und „Mehr­heit“ auch KEIN Argu­ment für oder gegen irgend­et­was ist.

„Meinst Du wirk­lich, dass sich die gan­ze Welt täuscht und alle den glei­chen Feh­ler machen?“

Auch das ist kein Argu­ment, son­dern der lei­der sehr ver­brei­te­te Ver­such, sich ein­fach an die Mehr­heit „dran­zu­hän­gen“. Argu­men­ta­ti­ve Tritt­brett­fah­rer argu­men­tie­ren nicht, sie hof­fen viel­mehr auf dem rich­ti­gen Zug auf­ge­sprun­gen zu sein. Das ist ris­kant und hat gar nichts mit einem selbst­be­stimm­ten Leben zu tun.

Wenn Sie sich für die Wahr­heit inter­es­sie­ren, soll­ten Sie sich nicht an den Mehr­heits­ver­hält­nis­sen ori­en­tie­ren, da sie sel­ten mit der Wahr­heit kor­re­lie­ren. (Was NICHT auto­ma­tisch heißt, dass alle Min­der­hei­ten­mei­nun­gen Wahr sind)

Wer sagt die Wahrheit?

Sie soll­ten sich mit der Idee anfreun­den, dass Ihnen Nie­mand (auch wir nicht) „Die Wahr­heit“ sagen oder erklä­ren kann, viel­mehr ist es so etwas wie Ihre ganz per­sön­li­che „Rei­se“, auf der Sie vie­le inter­es­san­te Men­schen tref­fen wer­den, von denen Sie – wenn Sie ihnen zuhö­ren – vie­le inter­es­san­te Din­ge hören kön­nen, von denen Sie eini­ges als „für Sie WAHR“ anneh­men wer­den und ande­re Din­ge als „für Sie UNwahr“ ableh­nen werden.

Sie wer­den erken­nen, dass es die eine, abso­lu­te Wahr­heit nicht gibt und auch in der Wis­sen­schaft immer nur auf „Grund­an­nah­men“, an die man glaubt, auf­ge­baut wird. Ändert man die Annah­men, ändern sich meist auch die wis­sen­schaft­li­chen Ergebnisse.

Lohnt es sich über­haupt zu diskutieren?

Bevor Sie also mit irgend­je­man­dem eine Dis­kus­si­on anfan­gen wol­len, soll­tet sie vor­her klä­ren, an wel­che Grund­an­nah­men sie jeweils glau­ben; sind die­se nicht iden­tisch, macht eine Dis­kus­si­on kei­nen Sinn, da sich mit­tels Dis­kus­si­on nur (logi­sche) Schluss­fol­ge­run­gen kor­ri­gie­ren las­sen, nicht aber der Glau­be an die eige­nen Grundannahmen.

Ob „11 + 1“ gleich „100“ oder „12“ ist hängt davon ab, ob im binä­ren- oder dezi­ma­len Zah­len­sys­tem gerech­net wird; bei­de Ergeb­nis­se kön­nen rich­tig bzw. falsch sein, je nach­dem auf wel­ches Zah­len­sys­tem man sich als Grund­an­nah­me ver­stän­digt hat.

Genau­so ist es auch bei poli­ti­schen Grundannahmen.

Woher kom­men die Meinungsverschiedenheiten?

Die meis­ten Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten sind auf unter­schied­li­che Grund­an­nah­men zurückzuführen.

Wenn also jemand als sei­ne Grund­an­nah­me hat: „Die Regie­rung und Hr. Dros­ten haben Recht“ dann macht es kei­nen Sinn, über die sog. Coro­na-Maß­nah­men der Regie­rung zu dis­ku­tie­ren, da die­se ja nur eine Logi­sche Fol­ge des Regie­rungs­kur­ses sind. Wenn also der Feh­ler bereits in der Grund­an­nah­me ent­hal­ten ist, braucht man die dar­aus abge­lei­te­ten nach­fol­gen­den Schrit­te nicht zu dis­ku­tie­ren, weil sie – auf der Basis der Grund­an­nah­me – schlüs­sig sind.

Hier wäre es erfor­der­lich, mit sei­ner Grund­an­nah­me wei­ter „zurück“ bzw. „tie­fer“ zu gehen, bis man eine gemein­sa­me Basis fin­det. Hilf­reich könn­te in die­sem Bei­spiel sein, dass Men­schen sich grund­sätz­lich auch mal irren kön­nen und weder ein Hr. Dros­ten noch die Regie­rung vor mensch­li­chen Irr­tü­mern gewahrt ist. (Vgl. Schwei­ne­grip­pe 2009)

Wie kommt man der Wahr­heit näher?

Wenn uns erzählt wird: „Ach­tung! Da ist ein neu­er, gefähr­li­cher Kil­ler­vi­rus“, dann soll­te man schau­en, wie wur­de er ent­deckt bzw. gemes­sen und wur­den die glei­chen Mes­sun­gen auch schon in den Vor­jah­ren durch­ge­führt. Wenn die­se Mes­sun­gen in den Vor­jah­ren nicht durch­ge­führt wur­den (was wohl der Fall ist) könn­te es näm­lich auch sein, dass das angeb­lich „neue“ Virus gar nicht neu ist, son­dern auch schon die letz­ten Jah­re da war, nur eben unent­deckt blieb.

Um zu beur­tei­len, ob das Virus Gefähr­lich ist, soll­te man sich auf ein Kri­te­ri­um zur Bewer­tung der Gefähr­lich­keit ver­stän­di­gen – z.B. die Sterb­lich­keit (Mor­ta­li­tät). Da es aber wohl schwie­rig ist, sau­ber zu tren­nen, ob jemand AN oder nur MIT Coro­na ver­stor­ben ist, kommt man nicht umhin, sich die Gesamt­sterb­lich­keit anzu­se­hen und die­se mit den Gesamt­sterb­lich­kei­ten der Vor­jah­re zu ver­glei­chen. Hier­bei wird man fest­stel­len, dass die Gesamt­sterb­lich­keit in die­sem Jahr sogar unter­durch­schnitt­lich ist.

Ist die Mas­ken­pflicht sinnvoll?

Jeder Fischer weiß, dass die Maschen­grö­ße sei­nes Net­zes klei­ner sein muss als die Fische, die er damit fan­gen will; auch ein Sieb funk­tio­niert nur, wenn das Sieb eng­ma­schi­ger ist, als die Nudeln groß sind; die Maschen eines Insek­ten­schutz­netz müs­sen klei­ner sein als die Insek­ten, etc. Wie ist das bei den vor­ge­schrie­be­nen Mund-Nase-Bede­ckun­gen? Wel­che Maschen­grö­ße ist hier gesetz­lich vor­ge­schrie­ben und wie groß sind die Coronaviren?

An die Mund-Nase-Bede­ckung sind kei­ner­lei tech­ni­sche Spe­zi­fi­ka­tio­nen oder Anfor­de­run­gen gestellt, außer dass sie Mund und Nase des Trä­gers zu bede­cken haben; die durch­schnitt­li­che Maschen­grö­ße eines Baum­woll­stof­fes beträgt 0,1 – 0,3 mm  —  das Coro­na­vi­rus hat einen Durch­mes­ser von ca. 20 nm also 0,00002 mm und ist damit etwa 10.000 mal klei­ner als die Maschen einer Baum­woll­mas­ke. Wenn man die­se Grö­ßen­ver­hält­nis­se ein­fach mal in für uns greif­ba­re Grö­ßen über­setzt, dann wird die Mas­ken­fra­ge zu einer: kann-eine-Mücke-durch-ein-offenes-Garagentor-fliegen-frage.

Wo war der Fehler?

Wenn Sie jetzt erst ein­mal erkannt haben, dass der größ­te Feh­ler NICHT von der Regie­rung und nicht von den Medi­en gemacht wur­den, son­dern von Ihnen selbst, indem Sie alles unkri­tisch bzw. leicht­gläu­big „geschluckt“ haben, was man Ihnen „ser­viert“ hat, dann ist die Lösung auch nicht mehr weit entfernt.

Wenn Sie von nun an etwas kri­ti­scher auf die Welt bli­cken, wer­den Sie schnell fest­stel­len, dass sehr vie­le der alten „Wahr­hei­ten“ in sich zusam­men­fal­le wie ein Kartenhaus.

Wo las­sen Sie denken?

Sie fin­den die Fra­ge pro­vo­ka­tiv? Sie sind der Mei­nung, dass Sie selbst den­ken? Über wel­che rele­van­te Fra­ge haben Sie denn tat­säch­lich zuletzt selbst nach­ge­dacht? Uns wer­den doch heu­te gar kei­ne Fra­gen mehr gestellt. Die Poli­tik und auch die Medi­en lie­fern doch nur noch Ant­wor­ten am lau­fen­den Band womit sie sich kaum von den sog. Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern unter­schei­den, die uns eben­falls Ant­wor­ten auf nie gestellt Fra­gen geben wollen.

Was wir als Wahr­heit wahr­neh­men hängt in ers­te Linie davon ab, wem wir mehr zuhören.

Sehen vs. Erkennen

Wir sehen über­füll­te Inten­siv­sta­tio­nen in Ita­li­en und New York, erken­nen aber nicht, dass das (fast) jedes Jahr um die­se Zeit („Grip­pe­sai­son“) dort so aus­sieht – Warum?

Wir sehen, dass wie­der 10 Men­schen in Deutsch­land an, mit oder wäh­rend Coro­na gestor­ben sind, erken­nen aber nicht, dass in Deutsch­land im Durch­schnitt jeden Tag ca. 2.500 Men­schen ster­ben ‑War­um?

Wir sehen einen sog. PCR-Test mit einer Spe­zi­fi­tät von 98%, erken­nen aber nicht, dass die­ser Test bei 500.000 Tes­tun­gen pro Woche bis zu 10.000 FASLSCH-Posi­ti­ve Test­ergeb­nis­se lie­fern könn­te, womit die der­zei­tig gerin­gen (angeb­li­chen) Neu­in­fek­tio­nen voll­stän­dig im „Grund­rau­schen“ der Test-Feh­ler­quo­te unter­geht; Wir las­sen uns also schein­bar wis­sen­schaft­li­che Zah­len all­abend­lich um die Ohren hau­en, die fak­tisch kei­ner­lei Aus­sa­ge­kraft haben; wir sind ver­ängs­tigt – Warum?

Wir sehen die Coro­na­to­ten, erken­nen aber nicht, dass wir in die­ser „Grip­pe­sai­son“ 2019/20 fak­tisch eine Unter­sterb­lich­keit hat­ten – Warum?

Wir sehen eine „Mas­ken­pflicht“ erken­nen aber nicht, dass an die Mas­ken KEINERLEI tech­ni­sche Anfor­de­run­gen gestellt wer­den; Also auch selbst­ge­hä­kel­te Mas­ken mit Cen­ti­me­ter gro­ßen Maschen sind für unse­re Regie­rung offen­bar OK – Warum?

Wir sehen, dass (fast) alle Men­schen mit einer Mund-Nase-Bede­ckung her­um­lau­fen, erken­nen aber nicht, dass die­se Mas­ken bzgl. eines nur 20 Nano­me­ter klei­nes Virus prak­tisch gar nichts nüt­zen – Warum?

Wir sehen, dass die Mit­ar­bei­ter in Viren­la­bo­ren ihre Gesund­heit mit einem Ganz­kör­per-Voll­schutz­an­zug schüt­zen, erken­nen aber nicht, dass wir mit einem Stoff­lap­pen vor Mund und Nase das­sel­be Ergeb­nis errei­chen sol­len – Warum?

Fan­gen Sie an, sich für die rich­ti­gen Fra­gen zu Inter­es­sie­ren und wer­den Sie „Selbst­den­ker“

Sape­re aude!

„Habe den Mut, dich dei­nes eige­nen Ver­stan­des zu bedie­nen!“ Leit­spruch der Aufklärung

Imma­nu­el Kant, deut­scher Phi­lo­soph 1784

War­um die­ser Aufwand?

Die sog. Coro­na-Pan­de­mie wird schon jetzt dazu genutzt zahl­rei­che Maß­nah­men durch­zu­set­zen, die unter nor­ma­len Bedin­gun­gen unmög­lich gewe­sen wären. Im „Wind­schat­ten“ von Coro­na wird gera­de die Welt wie wir sie kann­ten regel­recht umgekrempelt.

Eine wehr­haf­te Demo­kra­tie braucht auf­ge­klär­te, kri­ti­sche Bür­ger, denn nur so kann sich unse­re Gesell­schaft als Gan­zes im Rin­gen um die bes­se­ren Ideen, posi­tiv weiterentwickeln.

Aktu­ell kön­nen wir dabei zuse­hen, wie sich die Macht zuneh­mend in Brüs­sel zen­tra­li­siert, wie unse­re Wäh­rung weg-infla­tio­niert wird, wie die EU fak­tisch in eine Trans­fer­uni­on umge­baut wird, etc…

Wir kön­nen aber auch beob­ach­ten, wie immer mehr Men­schen regel­recht „auf­wa­chen“ und sich zu kri­ti­schen Selbst­den­kern ver­wan­deln; das Eine scheint das Ande­re zu bedin­gen bzw. zu befeuern.

Die Fra­ge wird sein, wel­ches Lager schnel­ler sein Ziel erreicht.

                Sicher­heit (ver­meint­lich)                             Frei­heit (Grund­ge­setz ohne Einschränkungen)

                Zen­tra­lis­mus (Brüs­sel)                                  Dezen­tra­li­sier­te Ent­schei­dun­gen (Demo­kra­tie)

                Mehr staat­li­che Regu­lie­run­gen                 weni­ger staat­li­che Regulierungen

Auf wel­cher Sei­te wer­den Sie am Ende stehen?

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